76. Friedenswallfahrt nach Neuengrün

Die 76. Friedenswallfahrt nach Neuengrün findet am 4. September 2021 statt.
Mit einem Gottesdienst und der Übergabe der Friedensstandarte fällt die 76. Friedenswallfahrt nach Neuengrün auch in diesem Jahr etwas kleiner aus. Der Gottesdienst zur Friedenswallfahrt beginnt um 20 Uhr auf dem Neuengrüner Anger. Als Festprediger ist in diesem Jahr Erzbischof Dr. Ludwig Schick zu Gast. Nach dem Gottesdienst wird dann die Friedensstandarte übergeben. Die Mitglieder der Seelsorgebereichsräte Kronach und Frankenwald laden alle Interessierten herzlich ein.
Nie wieder Krieg!
Nach den Schrecken zweier Weltkriege wurde unmittelbar nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges eine Wallfahrt von Kriegsheimkehrern ins Leben gerufen. Seitdem findet in Neuengrün alle Jahre am ersten Samstag im September die Friedenswallfahrt statt.
Alle fünf Jahre findet zusätzlich das Legendenspiel, geschrieben von Andreas Bauer und uraufgeführt 1948, auf der Freilichtbühne beim Jugendheim statt.
Die Friedensstandarte geht jedes Jahr an eine andere Gemeinde, die dann monatlich eine Gebetsstunde für den Frieden abhält. Im Jahr 2021 übernahm das der Seelsorgebereich Frankenwald. Die Verantwortlichen übergeben die Standarte an den Seelsorgebereich Kronach mit der Bitte, das Gebet für den Frieden weiterzuführen.
Geschichte
Die erste Wallfahrt fand am 8. September 1946 als "Heimkehrerwallfahrt" statt. Die zunächst zweitägigen Wallfahrten wurden vom Kronacher Heimatdichter Andreas Bauer initiiert. Der damalige Weihbischof Dr. Arthur Michael Landgraf weihte 1947 ein Friedenskreuz ein.
Unter den Festrednern finden sich viele bekannte Politiker: Kultusminister Dr. Alois Hundhammer (1948); Justizminister und stellvertretender Ministerpräsident Dr. Josef Müller (Ochsensepp) (mehrmals); Generalsekretär der CSU, Bundestagsabgeordneter Dr. Franz-Josef Strauß (1952).
1949 wurde die erste Friedensstandarte geweiht. Zur 50. Friedenswallfahrt wurde eine neue Standarte angeschafft, die vom akademischen Bildhauer Heinrich Schreiber entworfen wurde. Sie wurde 1999 in Rom von Papst Johannes Paul II. gesegnet.