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Missbrauchsfälle in Wallenfels: Betroffene sollen sich melden

Symbolbild Missbrauch
Datum:
Veröffentlicht: 21.9.22
Von:
hal

Beschuldigter Priester war von 1970 bis 1995 in der Gemeinde tätig

Wallenfels/Bamberg. Nach ernst zu nehmenden Hinweisen auf Fälle von sexuellen Missbrauch durch einen Pfarrer in der Gemeinde Wallenfels im Zeitraum zwischen 1970 und 1995 ruft das Erzbistum Bamberg weitere Betroffene auf, sich zu melden. Die bisher bekannten Betroffenen waren oder sind zum Teil Mitglieder der Wallenfelser Gemeinde. Ihre Identität soll geschützt bleiben. Der Täter, Pfarrer Dieter Scholz, ist 2006 verstorben, sodass keine strafrechtlichen Ermittlungen mehr möglich sind.

Generalvikar Georg Kestel betonte, die Aufarbeitung der Missbrauchsfälle werde mit aller Kraft betrieben. Als bereits ab dem Jahr 2006 nach dem Tod des Beschuldigten erste Vorwürfe durch die Meldung von Betroffenen bekannt geworden waren, habe die Erzdiözese Bamberg nach den bischöflichen Richtlinien gehandelt und entsprechende Anerkennungszahlungen geleistet. Auch Therapiekosten wurden übernommen. Den Betroffenen solle soweit wie möglich Gerechtigkeit widerfahren, so Kestel. Auch Therapiekosten können übernommen werden.

Der Leitende Pfarrer von Teuschnitz, Detlef Pötzl, sagte: „Die Aufarbeitung und die Auseinandersetzung mit den Verbrechen, die geschehen sind, stellen uns vor große Herausforderungen und führen oft zur eigenen Sprachlosigkeit und zu einer Verunsicherung im Umgang miteinander. Gleichzeitig wollen wir den Opfern und Betroffenen gerecht werden.“ Betroffene können sich, auf Wunsch vertraulich, melden bei der Missbrauchsbeauftragten des Erzbistums Bamberg, Rechtsanwältin Eva Hastenteufel-Knörr, Telefon 0951/40735525, E- Mail eva.hastenteufel@kanzlei-hastenteufel.de. Weiterer Ansprechpartner ist der frühere Oberstaatsanwalt Joseph Düsel, Telefon 0951/15337, E-Mail j.duesel@web.de.

Die Gremien und Seelsorgeteams sowie der Bürgermeister sind über die vorliegenden Erkenntnisse bereits informiert worden.