„Kirchenleistungen für den Staat sollen erhalten bleiben“

Predigt von Erzbischof Schick in Leutenbach
Leutenbach. Mit Blick auf die Diskussion um die Abschaffung der Staatsleistungen an die Kirche betont Erzbischof Ludwig Schick, dass dabei auch die Kirchenleistungen für den Staat bedacht werden sollten. Kirchenleistungen für die Gesellschaft seien die kirchlichen Kindergärten und Schulen, der Erhalt der Kulturgüter wie Kirchen, Kapellen, Bildstöcke und Wegkreuze, die die Öffentlichkeit prägen, sowie die kirchlichen Vereine, Jugendgruppen und Seniorenkreise, die für den gesellschaftlichen Zusammenhalt unersetzbar seien.
Erzbischof Schick wies in einer Predigt am Sonntag in Leutenbach auch auf die Gottesdienste bei Taufe, Eheschließung, Krankensalbung und bei Beerdigungen hin. Sie seien Trostspender, Mutmacher und Kraftgeber. „Diese Kirchenleistungen wollen wir Christen weiterhin einbringen, was unser aller Aufgabe ist. Sie müssen mit den Staatsleistungen zusammen gesehen werden, die fair und konstruktiv abgebaut werden sollen.“
Die wichtigste Kirchenleistung für die Menschen sei die Verkündigung der Frohbotschaft Christi mit den lebenswichtigen Ressourcen: „Vertrauen untereinander und in die Vorsehung Gottes sowie Hoffnung auf eine gute Zukunft trotz der Krisen des Ukrainekrieges, der drastischen Energieverknappung und des Klimawandels.“ Schick fügte hinzu: „Tun wir alles, dass sie überwunden werden, und beten wir inständig in diesem Anliegen. Gebet kann Hirn und Herz verändern.“
Das Verhältnis von Kommune und Kirche sei in Leutenbach gut, sagte Schick: „Hier weiß man, was man voneinander hat und dass man zum Wohl der Bürgerinnen und Bürger zusammenarbeiten muss bei unterschiedlichen Aufgaben und Interessen, die immer wieder auch ausgeglichen werden müssen.“