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„Kirche und Gott sind zu allen Zeiten notwendig“

Symbolbild Schick Predigt Erzbischof
Datum:
Veröffentlicht: 15.5.22
Von:
hal

Erzbischof Schick zum 100. Jubiläum der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Hochstadt

Hochstadt. Krieg und Pandemie führen nach Worten von Erzbischof Ludwig Schick die Unsicherheiten im persönlichen Leben und in der Gesellschaft vor Augen. „In Zeiten des Wohlstandes und des Wohlergehens vergessen wir Menschen oft Gott. Derzeit spüren wir die Unsicherheiten erneut und schauen nach himmlischem Beistand aus.“

Hochstadt. Krieg und Pandemie führen nach Worten von Erzbischof Ludwig Schick die Unsicherheiten im persönlichen Leben und in der Gesellschaft vor Augen. „In Zeiten des Wohlstandes und des Wohlergehens vergessen wir Menschen oft Gott. Derzeit spüren wir die Unsicherheiten erneut und schauen nach himmlischem Beistand aus“, sagte Schick am Sonntag in einer Predigt anlässlich des 100. Kirchweihjubiläums der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Hochstadt.

Die Corona-Pandemie, die die ganze Welt infiziert habe, lasse deutlich spüren, „wie anfällig wir für Krankheit und die damit verbundenen Nöte sowie für den Tod sind“. Die Menschen würden unsicher und stellten fest: „Wir haben trotz aller Fortschritte Gesundheit und Leben nicht in der Hand, Krankheiten und Tod bedrohen uns.“

Der Krieg vor der Haustür in der Ukraine zeige ebenfalls, dass es unberechenbare Despoten gebe, die Kriege vom Zaun brechen, auch erneut in Europa. „Wir wissen, dass der Friede brüchig ist und Kriege ausbrechen, besonders wenn Menschen ohne Gott die Weltherrschaft egozentrisch und autokratisch – eben gottlos – an sich reißen wollen“, sagte Schick.

Auch im kleinen Bereich sei spürbar, wie anfällig die Menschen für das Böse seien, wenn nicht Gottes Norm und Gesetz dem Leben die richtige Orientierung gebe. Lug und Trug, Untreue und Verrat, Missbrauch, Fremdenfeindlichkeit und Untreue würden ohne die Gebote keine Schranken gesetzt. „Kirche und Gott sind zu allen Zeiten wichtig und notwendig“, betonte Erzbischof Schick. „Das haben die Menschen aller Generationen gespürt, wenn sie nachdenken und Hilfe suchen.“

Die Geschichte der Kirche in Hochstadt geht ins 14. Jahrhundert zurück, als die erste Kapelle errichtet wurde. Die erste Pfarrkirche wurde am 7. Mai 1922 von Erzbischof Jakobus von Hauck geweiht. 1937 wurde Hochstadt zur Pfarrei erhoben, die heute zum Seelsorgebereich Lichtenfels-Obermain gehört.