„Hospizarbeit - Gut leben im Sterben“

Erzbischof Schick zum 25. Jubiläum des Caritas-Hospizes Xenia in Nürnberg
Nürnberg. Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hat Hospizarbeit als „Ernstfall des Glaubens an die Verheißung Gottes, dass er das Leben in Fülle für uns will“, bezeichnet. Sie sei zugleich „Ernstfall unseres Auftrags zum sozial-karitativen Handeln“, sagte Schick am Donnerstag in Nürnberg in einem Gottesdienst zum 25. Jubiläum des Caritas-Hospizes Xenia. „Unser Glaube sagt, dass Gott unserem Leben Unendlichkeit verheißt, weil dem Tod die Macht genommen ist“, fügte der Erzbischof hinzu.
Die Hospizarbeit fasste Schick mit den Worten „Gut leben im Sterben“ zusammen. „Dankbar, nachdenklich und zukunftsträchtig“ solle das 25-jährige Bestehen des Hauses Xenia begangen werden. „Wir wollen uns dabei des Auftrags und der Aufgaben der Hospizarbeit vergewissern sowie Inspiration und Motivation für die Zukunft holen“, so der Erzbischof.
„Wir Christen sind der Überzeugung, dass wir mit Jesus Christus und dem Glauben an Gott gut leben können, ganz besonders im Sterben“, sagte Schick. „Gott ist ein Gott des Lebens, und er will das Leben in Fülle für uns alle.“ Die Liebe, die Jesus Christus durch sein Leben predigte, sei Inspiration für das sozial-karitative Handeln, das im Hospiz gefordert ist. Die Liebe Christi sei selbstlos und schiele nicht auf Erfolg. Nur der Mensch in seiner gegenwärtigen Situation sei wichtig. Diese Liebe sei vor allem in der Hospizarbeit gefordert, wo Erfolge nicht mehr zu erwarten sind.
Das Haus Xenia entstand 1997 als eines der ersten stationären Hospize in Bayern in einem Einfamilienhaus. 2010 wurde das Gebäude an der Klenzestraße bezogen. Ein Team von 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, unterstützt von fast ebenso vielen ehrenamtlichen Hospizbegleiterinnen und -begleitern, ermöglicht zehn Gästen ein selbstbestimmtes und möglichst beschwerdefreies Leben bis zuletzt. Das Wort Xenia kommt aus dem Griechischen und bedeutet Gastfreundschaft.